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| Fremdsprachen gehören
in einem vereinten Europa zur Standardausrüstung
Bild: SN/al!ve |
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Stolperstein "Irregular
Verbs"?
23. Dezember 2002
Mit dem Sprachtrainer "LingoMaxx Pro 2.0"
kann vor Semesterschluss fremdsprachenmäßig
noch mal richtig aufgetrickst werden.
Vokabel- und Grammatik-Trainer gibt es mittlerweile
wie Sand am Meer. Der Lernerfolg stellt sich jedoch
nur in den seltensten Fällen ein. Die Firma UbiSoft
möchte dem ein Ende setzen und vertreibt nun seit
kurzem die Sprachtrainer-Serie "LingoMaxx Pro 2.0"
von Al!ve für vier lebende Fremdsprachen (Englisch,
Französisch, Spanisch und Italienisch) und für
das dahingeschiedene Latein (ist noch nicht erschienen).
Eines muss jedoch vorweg genommen werden: Bei LingoMaxx
handelt es sich um einen lernbegleitenden Sprachtrainer
und nicht um einen Sprachkurs. Wer also noch kein Wort
Spanisch spricht und in 14 Tagen nach Teneriffa düsen
will, der wird mit diesem Programm keine Freude haben,
da der- oder diejenige bestenfalls ein paar Vokabeln
auswendig kann, eine Paella-Bestellung jedoch schier
unmöglich wäre. In diesem speziellen Fall
ist das aber auch egal, da in Teneriffa sowieso niemand
spanisch spricht.
Um nicht ein ganzes Konferenzzimmer zum Test laden
zu müssen, beschränkten wir uns auf einen
Kurztest des Englisch-Teiles, wozu wir eine junge Lehrerin
überreden konnten.
Das Programm ist in drei Hauptpunkte aufgeteilt: Vokabeln,
Konjugationen und Grammatik. Grundsätzlich laufen
alle Lernprozesse ähnlich ab. Nach Auswahl der
Schwierigkeit, des Umfangs und/oder einzelner Themengruppen
wird der Lernblock erst mal vom Programm vorgetragen
und später abgefragt. Wobei der Vorteil dabei in
der Multimedialität liegt. Die Worte werden am
Bildschirm angezeigt und gleichzeitig gesprochen. Bei
der Vertonung wurden gottlob "Native Speaker"
engagiert, also Personen, bei denen es sich um deren
Muttersprache handelt.
Im Testmodus können die Vokabeln schriftlich,
mündlich oder als Multiple-Choice-Test abgefragt
werden, im Grammatik-Teil werden sogar richtige Testblätter
angezeigt, bei denen Lücken mit den einzufüllenden
Wörtern offen sind und so die Reihenfolge selbst
gewählt werden kann.
Um nicht x-mal den selben Test durchkauen zu müssen,
werden die richtig und falsch beantwortete Fragen in
verschiedene Order abgelegt und können später
gezielt geübt werden.
Für Freaks oder diejenigen, die als Agent in einem
fremden Land untertauchen wollen, bietet das Programm
sogar einen Aussprachevergleich. Wie in diversen Spionagefilmen
wird dabei das gesprochene Wort grafisch dargestellt
und per Mikrofon kann der User seine Aussprache mit
der des "Native Speakers" vergleichen und
perfektionieren.
Interessant ist auch die Möglichkeit, direkt aus
dem Programm heraus eine Lern-CD zu brennen und sich
im Urlaub, beim Autofahren oder vor dem Einschlafen
noch mit Vokabeln zuzudröhnen.
Alles in allem ist "LingoMaxx Pro 2.0" mit
allen Stückerln ausgestattet und wirklich verdammt
umfangreich.
Apropos umfangreich: Wer bis jetzt geglaubt hatte,
die "Irregular Verbs", also die unregelmäßigen
Verben, stellen kein Problem dar, der hat sich die Profi-Abteilung
von LingoMaxx noch nicht reingezogen. Insgesamt sind
240! unregelmäßige Verben im Programm integriert,
die Liste in den Englisch-Büchern kann also bestenfalls
als Auszug bezeichnet werden.
An kleinen pädagogischen Mängel wie die Vokabelabfrage
ohne Kontext könnte noch gefeilt werden, ansonsten
kann FRITZ diesen Sprachtrainer zum Aufpeppen Eurer
Schulnoten wirklich empfehlen.
#mike
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